Martin Freeman als Stephen Fulcher Foto: EDEL MOTION

Englische Kriminalserie: A Confession

Editiert: Volkert Neef Redaktion Fotos: EDEL Motion

Den 1971 geborenen britischen Schauspieler Martin Freeman (siehe Foto oben) kennt man weltweit als „Dr. Watson“ in der seit 2010 gedrehten BBC-Serie „Sherlock Holmes.“ Bereits von 2001 bis 2003 drehte er die Comedy-Serie „The Office.“ Dafür erhielt Martin Freeman einen Golden Globe. 2004 hatte er als „Artur Dent“ die Hauptrolle inne in dem Film „Per Anhalter durch die Galaxis.“ In dem aus drei Teilen bestehenden Film „Der Hobbit“ stellt er den „Netten Hobbit Bilbo Baggins“ dar. Die 1956 geborene britische Schauspielerin Imelda Staunton erhielt die Würdigung als beste Darstellerin beim Filmfestival in Venedig. In ihrer Rolle als „Vera Drake“, die in den 50er Jahren illegale Abtreibungen in England vornimmt, beeindruckte sie in dem gleichnamigen Film aus dem Jahre 2004 die internationale Jury. Sie kann ebenso auf eine Auszeichnung mit dem Europäischen Filmpreis verweisen als auch auf eine Oscar-Nominierung. Man kennt Imelda Staunton auch aus den Filmen „Shakespeare in Love“, „Citizen X“ und u. a. aus „Harry Potter und die Heiligtümer des Todes.“ Martin Freeman und Imelda Staunton sowie Siobhan Finneran, Joe Absolom, Derek Riddel, Peter Wight, Kate Ashfield, Stephanie Hyam u. a. wirken mit in der englischen Kriminalserie „A Confession“. Regie führt bei der sechsteiligen Serie Paul Andrew Williams. Jede Folge hat eine Länge von 45 Minuten. Am 30. Oktober kam die DVD auf den deutschen Markt. Martin Freeman spielt den Kriminalbeamten Stephen Fulcher. Imelda Staunton hat die Rolle von „Karen Edward“, der Mutter von Becky Godden-Edwards, einem Mordopfer, inne. Das Werk basiert auf dem realen Fall des englischen Polizisten Steve Fulcher und wurde 2019 von britischen Kritikern und Fans gleichermaßen gefeiert und war mit durchschnittlich 6,6 Millionen Zuschauern eine der erfolgreichsten Serien des Jahres. Die Geschichte behandelt die Untersuchungen zum Vermisstenfall der 22-jährigen Sian O’Callaghan aus dem südenglischen Swindon, die im März 2011 nach einem Clubbesuch spurlos verschwindet. Zunächst bleibt die Suche erfolglos, bis sich Detective Superintendent Steve Fulcher des Falles annimmt. Indizien lassen ihn schnell Parallelen zu einem Cold-Case-Fall ziehen: Die junge Becky Godden-Edwards verschwand acht Jahre zuvor auf ähnliche Art und Weise und ihr Mörder wurde nie gefasst. Bald führen die Ermittlungen Fulcher zum Taxifahrer Christopher Halliwell. In der Hoffnung, dass Sian noch lebt, bringt Fulcher Halliwell bei dessen Festnahme dazu, den Mord an der jungen Frau zu gestehen und ihn zu ihren sterblichen Überresten zu führen. Dort bietet er sogar an, ihn direkt zu einer weiteren Leiche zu führen, woraufhin Fulcher unterlässt, Halliwell formell über seine Rechte zu belehren. Schließlich werden beide Leichen gefunden und als die vermissten Mädchen identifiziert. Im Polizeirevier schweigt Halliwell jedoch auf Anraten seines Anwalts beharrlich und streitet auch im darauffolgenden Prozess jegliche Tatbeteiligung ab. Da es zwar für die Ermordung Sians unumstößliche Beweise für Halliwells Schuld gibt, er jedoch aufgrund des rechtswidrig erlangten Geständnisses für den zweiten Mord an Becky nicht belangt werden kann, wird Halliwell lediglich für den Mord an Sian schuldig gesprochen. Fulcher wird nach einer disziplinarischen Anhörung degradiert und verlässt letztendlich den Polizeidienst. Beckys Mutter Karen Edwards kämpft daraufhin dafür, dass der Täter für Beckys Mord bestraft werden kann. Drei Jahre später wird Halliwell aufgrund neuer Indizien der Prozess wegen des Mordes an Becky gemacht, wobei auch Fulcher gegen ihn aussagt. Der Filmwirft die Frage auf, ob juristisches Recht immer etwas mit Gerechtigkeit und gesundem Menschenverstand zu tun hat. Die bewegende Miniserie legt auch weniger den Fokus auf die Ergreifung und das Psychogramm des Täters, sondern auf den am System verzweifelnden Polizisten und die betroffenen Familien, deren Dilemma von Regisseur Paul Andrew Williams in manchmal bedrückenden Bildern dargestellt wird. Der echte Steve Fulcher verarbeitete seine Erfahrungen des Falls in einem Buch. Das exzellent geschriebene Drehbuch lässt viel Zeit für die Geschichte des Ermittlers und der Hinterbliebenen und vermittelt auf eindrückliche Weise den Schmerz, den sie nach den grausamen Verbrechen durchleiden müssen. A Confession ist bei EDEL MOTION erschienen. (Fotos: EDEL MOTION)

Imelda Staunton als Karen Edwards Foto: EDEL MOTION